Dienstag, 24. September 2013

Dieser Moment...

...wenn man mitten im Supermarkt, mit voll beladenem Einkaufswagen, steht und der Ohrenbär ruft: "Mamaaaaaa ich muss Pipiiiiiii"

In meinem Kopf rasen die Gedanken. Was geht schneller? Irgendwen suchen und fragen ob es hier eine Toilette gibt? Nee, definitiv zu lange.
Ich lasse den Einkaufswagen stehen, packe den Ohrenbär auf den Arm. Pippilotta  an die Hand und wir rennen los. Vorbei an der Schlange an der Kasse und an den merkwürdig schauenden Menschen und der Kassiererin, durch die Tür zum grünstreifen des Parplatzes.
Puuuh, geschafft.

Gemütlich schlendern wir wieder in den Supermarkt, als ob nichts gewesen wäre und suchen unseren Einkaufswagen. Wir erledigen den Einkauf und sind auf dem Weg zur Kasse. Gerade lege ich die Sachen auf das Band ruft der Ohrenbär: "Maaaammmaaaa, Kakaaaaaaaaa!" Arg, Panik und Hilflosigkeit macht sich meinerseits breit. Was tun?
Ich flüstere dem Ohrenbär zu: "Kannst du noch ein bisschen klemmen?" Er nickt tapfer.
In Windeseile schmeisse ich die Lebensmittel auf das Band und warte ungeduldig.
Zwischendurch feuere ich den Ohrenbär an: "Du schaffst das, nur noch ein kleines bisschen!"
Endlich, wir düsen durch die Tür. Ich frage den Ohrenbär: "Musst du jetzt auf Toilette?"  "NEIN!"

Wir sind trotzdem sehr Stolz auf dich kleiner Ohrenbär, mit 2,5 Jahren hast du von heute auf Morgen beschlossen keine Windel mehr zu brauchen :-) Toll gemacht!!!



Freitag, 20. September 2013

Beschenkt

In letzter Zeit erden wir beschenkt.
Nein, wir wurden schon immer beschenkt. Schon mit dem ersten Atemzug wurde uns das Leben geschenkt, aber das meine ich nicht. In den letzten Jahren hatten wir viel Stress, mir viel es schwer kleine Wunder zu sehen und zu suchen. Jetzt hat sich das Blatt gewendet und wir dürfen einfach nur annehmen und Danke sagen.
Wir hatten einen tollenbeschenkten Urlaub.
Am ersten Tag bekamen wir einen Sonnenschirm geschenkt.
Ein Tag später ein Eimer voller Sandspielzeug.
Ein paar Tage später ein Schlauchboot.
Danach ein Aufblasbaren Sessel für den Pool.

Völlig Baff über diese tolle Geschenke kamen wir nach hause.

Und es geht weiter. Fast täglich trudelt irgendetwas ein.

Freitag, 6. September 2013

Mach was du am besten kannst...


Martin möchte Maler werden, das weiß er genau.
Vögel malt er rot, und Elefanten malt er blau.
Sein Lehrer sagt ihm ins Gesicht: „Rote Vögel gibt es nicht!
Du hast sicher kein Talent!“ Und Martin malt nie mehr.

Kathrin möchte Schiffer werden auf ‘nem Schlepperkahn.
Schippern auf dem Rhein von Basel bis nach Rotterdam.
Doch ihr Bruder lacht sie aus: „Da wird sowieso nichts draus!“
Und Kathrin denkt im Stillen: „Sicher hat er recht.“

Mach, was du am besten kannst,
das ist für alle gut.
Mach, was du am liebsten tust,
auch wenn’s nicht jeder tut.

Träume kann dir keiner nehmen,
dafür musst du dich nicht schämen.
Mach, was du am besten kannst,
verliere nicht den Mut.

Du hast sicher eigne Pläne, einen eignen Traum.
Willst vielleicht mal Gärtner werden oder Zirkusclown.
Bis ein andrer dich verlacht und sich drüber lustig macht.
Plötzlich wirst du mutlos und verlierst dein Selbstvertraun.

Mach, was du am besten kannst ...

Wer dir deine Flügel stutzt, hat oft die eignen nie benutzt,
blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
Mach, was du am besten kannst ...
Mach, was du am besten kannst ...

Der Titel „Mach, was du am besten kannst“ befindet sich auf der CD „Ich schaff‘ das schon!“

MACH, WAS DU AM BESTEN KANNST
Musik: Eberhardt Rink
Text: Ute Rink

Dieses Lied auf unserer Kinder CD hat mich heute beim Auto fahren wieder begleitet, schon gefühlte 1000 mal hab ich es gehört aber heute irgendwie mit anderen Ohren.

Ich denke so oft: Was werden wohl die anderen denken? Insgeheim habe ich so viele Träume aber ich schäme mich diese auszusprechen. Zu oft wurde mir eingetrichtert das man so etwas nicht darf. Das meine Wünsche und träume nicht zählen.

In meiner Kindheit und Teeniezeit durfte ich nur heimlich Träumen. Als die Kinder kamen habe ich das Träumen aufgegeben. Schließlich sind jetzt die Kinder im Vordergrund und ich werde alles dafür tun das sie ihre Träume verwirklichen können.
In den letzten Monaten ist mir aber immer wieder bewusst geworden das sich das eine vom anderen garnicht Ausschließt.

Ich habe mir bewusst vorgenommen manche Träume einfach mal auszuleben. Und tatsächlich ergab sich ganz spontan und völlig Unerwartet ein Fotoshooting. Bei einem Fotograf war ein Model das abgesprungen und suchte ganz spontan eins. Ich fragte also ganz schüchtern nach, was Vorraussetzungen man bräuchte.
Und ehe ich mich versah saß ich am nächsten Tag da und wurde von einer Professionellen Visagistin geschminkt und gestylt und stundenlang geshootet, so das ich mich danach kaum bewegen konnte vor Muskelkater.

Eine Wunderbare Überraschende Erfahrung. Niemals hätte ich gedacht als zweifache Mutter vor der Kamera zu stehen und dabei riesigen Spass zu haben und sehr gutes Feedback zu bekommen.